FAQ (Frequently Asked Questions)

Häufige Fragen

 



Welche Hyaluron-Filleranwendungen und welche Botulinumtoxin A Injektionen lassen Patienten häufig vornehmen?

Die meisten Patienten haben vor allem zwei Wünsche: Sie wollen weniger böse und weniger müde aussehen.

Mehr Freundlichkeit im Gesicht wird durch die Unterspritzung der Zornesfalte mit Boulinumtoxin A erreicht. Eine tiefergesunkene Augenbraue, welche das Auge klein und ebenfalls weniger freundlich aussehen lässt, kann mit Botulinumtoxin A an 2 Injektionspunkten (sog. "Augenöffnerpunkte") angehoben werden und so den Blick öffnen. Der zweite Wunsch ist oft, weniger müde auszusehen. Auch hier gibt es gute Möglichkeiten mit Hyaluron-Fillern wieder Frische in das Gesicht zu bringen.

 



Was ist Hyaluronsäure eigentlich?

Hyaluronsäure (oder Hyaluron-Filler, nach neuerer Nomenklatur auch Hyaluronan) ist eine gelartige Substanz, die als natürlicher Feuchtigkeitsspeicher z.B. in den Gelenken, im Auge und vor allem in der Haut vorkommt.
Die in der Ästhetischen Medizin und im Anti-Aging-Bereich verwendeten Hyalurone werden biotechnisch hergestellt und sind mit der körpereigenen Substanz nahezu identisch. Der kleine Unterschied der sog. Quervernetzung erklärt den länger anhaltenden Effekt der Hyaluronsäure von bis zu 12 oder mehr Monaten bei der Faltenunterspritzung.

 


 

Helfen hyaluronsäurehaltige Cremes oder Tabletten nicht genauso gut... 

...und sind zudem preiswerter und risikoloser?

Der Markt mit Anti-Falten-Cremen boomt. Viele erhoffen sich DIE Ergebnisse, welche von den Firmen durch kluges Marketing in den Medien angepriesen werden.
Tatsächlich gibt es Wirkstoffe, welche die Hautalterung beeinflussen. Zu den wichtigsten zählen Vitamin-A-Säure, Vitamin C, Hormone und etliche Peptide. Viele Rezepturen allerdings mit tatsächlich reproduzierbaren Ergebnissen können jedoch auch Nebenwirkungen haben und sind daher meist rezeptpflichtig.
 
Kosmetika: Bei den nicht-verschreibungspflichtigen Produkten sind die Möglichkeiten schon erheblich begrenzt. Es handelt sich ja um „Kosmetika“ und diese dürfen gar nicht Wirkstoffe in hoher Konzentration in die tiefe Haut einschleusen. Aber v.a. in der Unterhaut, der Dermis können Falten beeinflusst werden. Wir empfehlen daher alle sog. Anti-Aging-Cremes gerne als flankierende Begleitpflege, wohlwissend, dass diese als einzige wirkliche Therapie gegen Falten keineswegs ausreichend sind.
Hyaluronsäurehaltige Cremes basieren meist auf kleinen Hyaluron-Partikeln, welche in die Oberhaut eindringen, Wasser anziehen und somit ein Aufquellen der obersten Hautschichten bewirken. Das führt zu einer raschen Glättung und einem vermeintlichem „verstreichen“ feinster Fältchen. Sie haben eine gute (optische) Wirkung, welche allerdings nur wenige Stunden bis Tage anhält.
Tabletten mit Hyaluronsäure werden schon im Magen-Darm-Trakt verdaut, womit die Hyaluronsäure nicht bis zur Haut vordringen kann.
In der Preis-Range werden Sie auf dem Markt und in der Apotheke oder Kosmetikstudio alles finden von ganz preiswert bis sehr hochpreisig. Gut bedeutet dabei keineswegs immer auch automatisch sehr teuer. Oft sind die gezielt zuvor besprochenen Injektionen und ein preislich genau festgelegter Rahmen am Ende kostengünstiger - bei erheblich besseren und langfristigeren Ergebnissen mit sofortigen Ergebnissen.

 



Was genau ist Botulinumtoxin A und wie gefährlich ist diese Substanz wirklich?

Botulinumtoxin A ist ein Eiweiß aus dem Stäbchenbakterium Clostridium Botulinum, das in Umgebungen ohne Luftsauerstoff (anerob) vorkommt. Es gehört zur Familie der Clostridien, die als Bodenkeime ubiquitär sind. In Sporen überleben diese Bakterien ungünstige Umweltbedingungen über lange Zeiträume.

 



"GIFTIGE" VORURTEILE:

Bei Botulinumtoxin handelt es sich (s.o.) weder um ein Schlangen- noch um ein anderes Tiergift - wie oft behauptet wird. Letzlich bestimmt die Dosis das Gift - so wie auch moderne Medikamente als Gift wirken können, wenn sie in falscher Dosierung eingesetzt werden. Das Gift der Tollkirsche (Atropin) oder des Fingerhutes (Digitalis) sind wichtige Herzmedikamente. Die Anwendung von "Giften" hat zudem eine medizin-historisch lange Tradition. Gifte wie Bienengift oder Verdünnungen von Schlangengiften, wurden von Heilern und Ärzten in der Antike schon regelmäßig eingesetzt.

Botulinumtoxin macht auch weder abhängig, noch kann es Schäden im Gehirn anrichten oder in der Leber beim Abbau Vergiftungen hervorrufen.

Immunologisch können inzwischen sieben Variationen mit verschiedenen biochemischen Eigenschaften unterschieden werden, die sog. Serotypen A, B, C1, D, E, F, G. In den 1950er Jahren zeigte sich, dass Botulinumtoxin Typ A die Freisetzung des Botenstoffes Acetylcholin an der motorischen Endplatte hemmt und somit überaktive Muskeln beruhigen kann. Heute ist Botulinumtoxin Typ A für mehr als 20 verschiedene Indikationen in über 70 Ländern zugelassen. Gängige medizinische Routine sind längst Behandlungen der Muskulatur bei Spastiken (auch bei Kindern), bei chronischen Nervenerkrankungen, zur Migräne- und Spannungskopfschmerztherapie, bei übermässigem Schwitzen, aber auch in der Prokto-Chirurgie (z.B. zur Behandlung von Patienten mit Rissen in der Afterschleimhaut.)

Insgesamt zählt Botulinumtoxin A wohl mit über 77 Placebo-kontrollierten, doppelblinden klinischen Studien und über 20 Jahre zurückreichender klinischer Langzeiterfahrung zu einem sehr gut untersuchten Arzneimittel.

 


 

Botox und Tierversuche - besser für das Gewissen:


In der Herstellung biologischer Präparate, zu denen auch Produkte mit Botulinumtoxin gehören, spielen die Untersuchungen zur Chargenfreigabe eine wichtige Rolle. Über Tierversuche und andere Methoden müssen die Produktsicherheit und Wirkstärke jeder einzelnen Charge (jedesmal wieder aufs neue) nachgewiesen werden. Die ist eine Auflage der Gesundheitsbehörden für die Arzneimittelhersteller. Für die Überprüfung von Botulinumtoxin-Präparaten galt dabei bis 2011 der LD50-Test an Mäusen (jedesmal wieder an einer großen Zahl an Mäusen letal erprobt) als Standard.
Die Firma Allergan - Hersteller von BOTOX® und VISTABEL® - haben durch Entwicklung eines innovativen Tests weltweit als erstes tierversuchsfreies Verfahren mit Zellkulturen die behördlichen Zulassungen erhalten. Im Juni 2011 von der US-Behörde FDA; im Februar 2012 vom deutschen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Mittlerweile sind in allen 27 EU-Ländern Tierversuche im Rahmen der Chargenfreigabe für beide Produkte nahezu obsolet und die neuen Testverfahren werden routinemäßig für BOTOX® und VISTABEL® eingesetzt. Die Firma Allergan gewährleistet dennoch mit dem neuen Testverfahren ein hohes Maß an Sicherheit, so dass die Herstellung, die Eigenschaften und die Qualität von BOTOX® und VISTABEL® unverändert bleiben.

In unserer Praxis kommen aussschließlich diese beiden Produkte für den Wirkstoff von Botulinumtoxin A zum Einsatz.

 



Hyaluronsäure und Botulinumtoxin: Was sind die Unterschiede?

Hyaluronsäure wird u.a. in der Augenheilkunde oder auch in der Orthopädie angewendet und kann dort z.B. in arthrotische Gelenke gespritzt werden. Hyaluronsäure behandelt zwar nicht die Ursache einer Arthrose, lindert als "Schmiermittel" zwischen den Gelenken aber den Schmerz. Dagegen wird Botulinumtoxin A viel in der Neurologie eingesetzt (s.o.). In der ästhetischen Chirurgie wird Botulinumtoxin nun v.a. für die Behandlung von Lachfalten ("Krähenfüßen"), Zornes- oder Stirnfalten oder auch zur Muskeltonusreduzierung am zu kräftigen Masseter-Kiefermuskel verwendet. Da Botulinumtoxin A nur am Muskel bzw. Nerv wirkt, ergeben sich hier keine Vorteile für das Fettgewebe. Bei Hyaluronsäure ist es genau andersherum: Sie füllt nur auf und wirkt wie ein Polster, geht aber keine Bindung mit den Nerven ein.

In der Öffentlichkeit wird oft suggeriert die Hyaluronsäure sei "gut" und Botox (Botulinumtoxin A) sei "schlecht". Wird jedoch die richtige Dosis verwendet, ist dies nicht zutreffend. Je nach Viskosität und Zahl der Einheiten des Präparats bauen sich beide Stoffe innerhalb von sechs bis acht Monaten wieder ab. Hoch-(quer-)vernetzte Hyaluron-Filler halten auch deutlich über 9 Monate.

 


 

Kann Botulinumtoxin mit Hyaluron-Fillern kombiniert werden?

Ja, oft ergänzen sich beide Verfahren sogar sehr gut. Mit Botulinumtoxin entspannen und glätten wir die Falten zunächst und mit Hyaluron-Fillern werden diese (ggf. zweizeitig) wieder mit Volumen aufgefüllt.

 


 

Ist die Behandlung mit Botulinumtoxin A schmerzhaft?

Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Schmerzempfinden. Da die verwendeten Nadeln sehr dünn sind, sind die Einstiche meist sehr gut zu tolerieren. Eine Betäubung der Einstichstellen ist nicht notwendig.

 


 

Wann kann ich wieder meinen gewohnten Tätigkeiten nachgehen?

Nach der Behandlung können Sie sofort wieder nach Hause oder ins Berufsleben zurückkehren. Sauna- und Solariumsbesuche sollten für eine Woche besser unterbleiben. Anstrengender Sport sollte unmittelbar nach der Behandlung besser vermieden werden.

 


 

EINE DER HÄUFIGSTEN FRAGEN IN DER SPRECHSTUNDE:

Wie lange hält der glättende Effekt der Botulinumtoxin Wirkung an?

Wir können diese Frage folgendermaßen beantworten: Es hängt von der Dosierung und dem Patienten ab. Nach der ersten Behandlung hält der Effekt ca. 4 Monate an. Sie sollten mit zunächst 2-3 Behandlungen pro Jahr kalkulieren, später reichen möglicherweise auch schon 1-2 Sitzungen. Abhängig ist dies auch von anderen Faktoren wie der Dosierung und dem "mimischen Training". Häufig "trainierte" Muskeln regenerieren schneller als wenig bewegte. Daher ist der Effekt der Botulinumtoxinbehandlung an den Augen (Krähenfüßen) meist kürzer als im Bereich der Zornesfalte, da diese häufig mehr bewegt werden.

 


 

Kann die Behandlung mit Botulinumtoxin wiederholt werden?

Eine erneute Behandlung ist nach ca. 4 Monaten ohne Probleme möglich. Eine Wiederholung der Behandlung in regelmäßigen Abständen stellt sicher, daß das Behandlungsergebnis über einen längeren Zeitraum erhalten bleibt.

 


 

Vor und nach einer Botulinumtoxin A oder Hyaluron-Filler-Behandlung

Was gilt es zu beachten?

Sie sollten vor einer Behandlung Schmerzmittel wie Aspirin, Ibuprofen und andere blutverdünnende Medikamente möglichst 1-2 Tage absetzen und ungeschminkt zur Behandlung erscheinen. Bestimmte Antibiotika interagieren mit Botulinumtoxin A. Nach der Botulinumtoxin A-Behandlung sollten Sie die nächsten 6 Stunden keinen Sport treiben, keinen Alkohol konsumieren und keine waagerechte Körperhaltung einnehmen.

 


 

Welche Nebenwirkungen können bei Hyaluron-Fillern auftreten?

Leichte Nebenwirkungen bestehen aus geringen Schmerzen während/kurz nach der Behandlung. Kühlende Pads helfen meist sehr gut Schwellungen oder Rötungen der Haut zu verringern oder vorzubeugen.

Vereinzelt können an den Einstichstellen kleinere Hämatome oder Blutergüsse auftreten, die aber nach wenigen Tagen wieder verschwinden. Dies liegt auch daran, dass kleinste Gefäße im Gewebe, welche die Behandler nicht erkennen können, durch die Kanüle verletzt werden können.

Seltene, aber dennoch mögliche Nebenwirkungen, die nach Einspritzung von Hyaluron-Fillern auftreten können, sollen nicht verschwiegen werden: Granulome oder Knötchen und Verhärtungen (Einkapselungen) können im Gewebe - je nach Produktbeschaffenheit und individueller Reaktion des Körpers - als entzündungsbedingte, knotenartige Gewebeneubildungen entstehen. Früher deutlich häufiger (u.a. bei Verwendung permanenter, nicht resorbierbarer Filler) als heute, wo v.a. abbaubare Filler (in unserer Praxis ausschließlich verfügbar!) verwendet werden. Diese Knötchen sind eine Reaktion auf chronische, allergische oder infektiöse Prozesse. Infektionen können - trotz ausreichender Desinfektion - auch bei völlig gesunden Personen (theoretisch) auftreten. Daher ist es auch nicht sinnvoll, bei akuten oder chronischen Infektionen Einspritzungen jedweder Art vorzunehmen, sondern lieber ein paar Tage die Ausheilung abzuwarten. Zuckerkranke (Diabetiker) Patienten haben ein erhöhtes Risiko für Infektionen ebenso wie immunabwehrgeschwächte oder Krebspatienten. Patienten, die an einer rheumatischen Erkrankung oder an systemischen, chronischen Bindegewebserkrankungen (sog. Kollagenosen) leiden, sollten uns darüber vorher in Kenntnis zu setzen. Bei Patienten, die zu überschießender Narbenheilung neigen, können schon die Einstiche der Kanüle selbst zu Keloiden (Narbengewebebildung) führen. Schließlich können auch Nekrosen auftreten, wenn kleinste Versorgungsgefäße (Arterien) entweder verstopft oder durch den Druck im Gewebe "abgedrückt" werden. Diese Komplikation gilt es unbedingt zu vermeiden. Dann kommt es in den Hautbereichen, die nicht ausreichend circulatorisch versorgt werden, zu Gewebsuntergang und damit final zur Narbenbildung.

 



Gibt es Kontraindikationen für Hyaluron-Filler

Ja! u.a. Allergische Reaktionen auf Betäubungsmittel, welche in den Anästhesie-Cremes oder Injektionen vorhanden sind; bereits bestehende Infektionen der Haut im zu behandelten Bereich (z.B. Herpes-Errkankung oder andere bakterielle oder entzündliche Infektionen); Schwangerschaft und Stillzeit; Zeitgleiche Behandlung mit Immunomodulatoren z.B. Kortison;

Sollten Sie blutverdünnende Medikamente nehmen, so informieren Sie ihren Arzt bitte diesbezüglich. Ibuprofen und Vitamin E sollten drei Tage vorher abgesetzt werden, Aspirin 8-10 Tage vorher, Ibuprofen und Vitamin E drei Tage vorher. Wenn Sie Marcumar, Pradaxa o.ä. einnehmen, sollten sie vor der Behandlung ihren Arzt informieren.

 



Gibt es Kontraindikationen für Botulinumtoxin A

Ja! Bei Einnahme von Aminoglycosidantibiotika und Spektinomycin darf kein Botulinumtoxin gespritzt werden. Myasthenia gravis und Schwangerschaft sind weitere Kontraindikationen.

Grundsätzlich sollten alle ästhetischen Wahleingriffe nicht durchgeführt werden, wenn eine akute Erkrankung wie z.B. eine Infektion vorliegt und antientzündliche Medikamente (auch Antibiotika, Virostatika usw.) eingenommen werden müssen. Patienten mit Diabetes mellitus haben ein etwas höheres Risiko für eine Infektion.

 


 

Warum zeigen Sie auf Ihrer Homepage keine Vorher-Nachher-Bilder für die Faltenunterspritzungen und warum finden ich keine Preisangaben zu Behandlungsverfahren?

Aufgrund des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) vom 01.04.2006 sind Vorher-/Nachher Bilder von Behandlungen in den Medien nicht erlaubt, deshalb dürfen wir keine vergleichenden Ergebnisse im Internet veröffentlichen. Auch Preislisten sind öffentlichkeitswirksam in den elektronischen- und Print-Medien tabu, da wir kein kosmetisches Institut, Klinik oder Wirtschaftsunternehmen (GmbH, GbR usw.) sondern eine medizinische Facharztpraxis sind. Die gewünschren Informationen erhalten Sie aber selbstverständlich in einem persönlichen Beratungsgespräch, welches ohne Verpflichtung für Sie verbunden ist.